3. November 2017

Goji

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Die Gojibeere (lat. Lycium barbarum), auch „Wolfsbeere“ genannt, ist seit Jahrtausenden in vielen asiatischen Ländern nicht mehr wegzudenken.
Das Wissen um diese fantastische Beere sollte auch den Menschen in unseren Gefilden nicht länger vorenthalten bleiben.

Ihr Ursprung ist nicht genau bekannt, vermutlich hat sie sich von Asien nach Europa ausgebreitet. Das Hauptanbaugebiet ist in der Provinz Ningxia (Zentralchina), am nordöstlichen Fuße des Himalaja. Durchzogen wird dieses Gebiet vom ca. 5464m langen Gelben Fluss (chinesisch: Huang He). Periodische Regenfälle, Gletscher- und Schneeschmelze lassen den Fluß bis heute regelmäßig über die Ufer treten und versorgen die Goji-Plantagen mit einer Fülle an Mineralien, die aus dem Himalaja-Gebirge herangetragen wurden. Jedes Jahr im August wird sie zur Erntezeit mehrere Tage lang mit Musik und Tanz gefeiert. Man kann mit Gewissheit behaupten, dass die Goji-Beere in der Region um Ningxia tatsächlich der Mittelpunkt des Lebens vieler Menschen zu sein scheint.

Die rote Frucht der Gojipflanze ähnelt im frischen Zustand einer Hagebutte und getrocknet einer länglichen Rosine. Der Geschmack der frischen Gojibeeren ist zunächst angenehm süß und endet mit einer leicht säuerlichen Note. (variiert je nach Sorte)

Vor allem in China ist die Verwendung der Goji-Beere nahezu unendlich. Neben getrockneten Beeren in verschiedensten Verpackungsgrößen bekommt man Goji-Tees, Goji-Kaffee, Goji-Müsli, Goji-Kaugummis, Goji-Weine, Goji-Soßen und vieles mehr. Aber auch der amerikanische Markt hat bereits eine beachtliche Auswahl an Gojiprodukten für sich entdeckt. So findet man z.B. in einigen Zoohandlungen Goji-Beeren für Haustiere wie Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweine.

Die Gojipflanze an sich gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, so wie z.B. auch die Kartoffel oder die Tomate. Aus eigenen Erfahrungen können wir sagen, dass die jährliche Wuchshöhe durchaus bis zu 4m betragen kann, wobei der Stamm in den ersten Jahren bereits bis zu 15cm im Durchmesser erreichen kann. Die Früchte sind im reifen Zustand leuchtend rot und beinhalten bis zu 50 kleine Samenkerne. Die Pflanze liebt helle und warme Standorte und gedeiht sowohl auf durchlässigen armen Böden, als auch auf nährstoff- und basenreichen Lehm- und Lössböden. Selbst auf steinigem Grund fühlt sie sich zu Hause und gedeiht wunderbar. Aufgrund ihrer Winterfestigkeit (bis -30 Grad) kann sie ohne Bedenken in unseren Breiten angebaut und kultiviert werden.

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